Nemetschek wächst erneut um 10 Prozent

  • Vorläufige Zahlen zeigen Umsatzplus von 10 Prozent
  • EBITDA-Marge liegt bei 24 Prozent
  • Ergebnis je Aktie beträgt 2,16 Euro

München, 17. Februar 2012 – Die Nemetschek AG (ISIN 0006452907), Europas größter Anbieter von Software für Architektur und Bau, hat 2011 die Umsatzerlöse um 10 Prozent auf 164 Mio. Euro gesteigert. Nach vorläufigen Zahlen lag das operative Ergebnis (EBITDA) bei über 39 Mio. Euro nach 37 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 24 Prozent, wie im März 2011 prognostiziert. Damit erwirtschaftete Nemetschek erneut das höchste Konzern-Betriebsergebnis der Firmengeschichte.

Deutliches Plus bei Erlösen aus Lizenzverkäufen und Wartungsverträgen

In 2011 stiegen die Umsätze aus Lizenzverkäufen um 9 Prozent auf 81 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse aus langfristigen Wartungsverträgen wachsen seit Jahren kontinuierlich und mit zunehmender Dynamik: In 2011 konnten sie insgesamt um 11 Prozent auf 74 Mio. Euro zulegen. Damit sind inzwischen über 45 Prozent der Umsatzerlöse von Nemetschek wiederkehrend. In den ausländischen Märkten des Konzerns erhöhten sich die Umsatzerlöse um 9 Prozent auf 96 Mio. Euro, deutliche Zuwächse erzielte Nemetschek beispielsweise in Frankreich, USA und Japan. Dank des starken Wachstums der Bauwirtschaft in Deutschland verzeichneten die Umsätze hierzulande sogar ein Plus von 11 Prozent auf 68 Mio. Euro.

Deutlich zulegen konnte der Nemetschek Konzern vor allem in den beiden weltweit präsenten Geschäftsbereichen Planen (Software für Architektur und Ingenieurbau) und Multimedia (Software für Visualisierung und Animation). Im Bereich Planen stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 133 Mio. Euro, die EBITDA-Marge in diesem Segment betrug 21 Prozent nach 22 Prozent im Vorjahr. Im Geschäftsbereich Multimedia (dahinter steht die Maxon-Gruppe) erhöhten sich die Umsatzerlöse sogar um 26 Prozent auf fast 14 Mio. Euro, die EBITDA-Marge lag mit 44 Prozent auf Rekordniveau (Vorjahr 38 Prozent). Der Erfolg von Maxon ist zurückzuführen auf eine deutlich gestraffte und besser positionierte Produktpalette und die Einführung von Wartungsverträgen, zudem profitiert das Unternehmen vom weltweit immer größer werdenden Medienangebot.

Im Segment Bauen (ERP- und Projektmanagement-Lösungen) erhöhte sich der Umsatz leicht auf knapp 14 Mio. Euro, bei einer EBITDA-Marge von 35 Prozent. Im Geschäftsbereich Nutzen (ERP-Software für das Immobilienmanagement) stieg der Umsatz leicht auf knapp 4 Mio. Euro, das EBITDA lag mit 0,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Jahresüberschuss höher als erwartet

Im Zuge der gestiegenen Umsatzerlöse erwirtschaftete der Nemetschek Konzern 2011 ein EBITDA von über 39 Mio. Euro (Vorjahr: 37 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen betrugen 139 Mio. Euro (Vorjahr: 126 Mio. Euro). Die höheren Personalaufwendungen in Höhe von 71 Mio. Euro (Vorjahr 64 Mio. Euro) resultieren überwiegend aus einem gezielten Personalaufbau in verschiedenen Tochterunternehmen sowie aus den im Zuge des Umsatzwachstums gestiegenen variablen Gehaltsbestandteilen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen knapp über 50 Mio. Euro (Vorjahr: über 44 Mio. Euro). Hintergrund dafür sind unter anderem höhere Aufwendungen für die Markteinführung der neuen Produktversionen der Tochterunternehmen sowie die umsatzabhängigen Kosten für Händlerprovisionen.

Der Personalbestand des Nemetschek-Konzerns erhöhte sich bis Ende 2011 auf 1.173 (Vorjahr 1.076) Mitarbeiter.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg den vorläufigen Zahlen zufolge um 6 Prozent auf 29 Mio. Euro. Infolge von Steuersatzänderungen in Ungarn verbuchte der Konzern zudem einen latenten Steuerertrag in Höhe von 1,4 Mio. Euro, so dass sich der Jahresüberschuss überproportional um 12 Prozent auf über 22 Mio. Euro erhöhte; nach Minderheiten belief er sich auf knapp 21 Mio. Euro (Konzernanteile). Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,16 Euro nach 1,97 Euro im Vorjahr.

Free Cash Flow steigt auf rund 32 Mio. Euro

Das starke operative Ergebnis spiegelt sich auch im Cashflow wider: Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 37 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug knapp 6 Mio. Euro. Damit lag der Free Cash Flow bei fast 32 Mio. Euro. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 auf 34 Mio. Euro und übersteigen die verbliebenen Darlehen aus der Graphisoft-Akquisition (5 Mio. Euro) nunmehr um 29 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Nemetschek Konzerns beträgt 64 Prozent (31.12.2010: 57 Prozent).

Den vollständigen Geschäftsbericht 2011 wird Nemetschek am 30. März 2012 vorlegen; bei der Gelegenheit wird das Management auch einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012 geben.