Nemetschek steigert Umsatz und Ergebnis

  • Umsatzerlöse im ersten Quartal 2010 um 6 Prozent gestiegen
  • EBITDA-Marge von 24 Prozent
  • Konzern ist netto schuldenfrei

München, 30. März 2010 – Die Nemetschek AG (ISIN 0006452907), Europas größter Anbieter von Software für Architektur, Ingenieurwesen und Bauindustrie, ist gut in das Geschäftsjahr 2010 gestartet: Im ersten Quartal stiegen die Umsatzerlöse im Konzern um 6 Prozent von 33,6 Mio. Euro auf 35,4 Mio. Euro. Das EBITDA legte um 15 Prozent auf 8,3 Mio. Euro zu (7,3 Mio. Euro im Vorjahr). Der Jahresüberschuss stieg um mehr als die Hälfte auf 3,6 Mio. Euro (2,3 Mio. Euro 2009). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 12,9 Mio. Euro nach 9,5 Mio. Euro im ersten Quartal 2009.

Vor allem die Erlöse aus Lizenzverkäufen sind erstmals wieder deutlich gestiegen - um 10 Prozent von 15,8 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Die Wartungsumsätze verbesserten sich um 3 Prozent auf 15,7 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro 2009). Auch die Auslandsumsätze des Nemetschek Konzerns legten zu: Sie stiegen um 8 Prozent auf 21 Mio. Euro (19,6 Mio. Euro im Vorjahr). Die Umsätze im Inland erreichten 14,3 Mio. Euro - ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (14 Mio. Euro).

Dabei konnten vor allem die Geschäftsfelder Planen und Multimedia zulegen: Im Segment Planen stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 28,9 Mio. Euro. Der Bereich Multimedia verbesserte seine Umsatzerlöse sogar um 27 Prozent auf 2,3 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro 2009. Der Geschäftsbereich Bauen konnte das hohe Umsatz-Niveau des Vorjahresquartals (3,3 Mio. Euro) mit Erlösen von 3,2 Mio. Euro weitgehend halten, der Bereich Nutzen erzielte mit 1,0 Mio. Euro ebenfalls Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau.

EBITDA-Marge von 24 Prozent

Infolge der gestiegenen Umsätze und des weiterhin konsequenten Kostenmanagements erwirtschaftete der Konzern im ersten Quartal 2010 ein EBITDA von 8,3 Mio. Euro nach 7,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einer operativen Marge von 24 Prozent nach 22 Prozent im ersten Quartal 2009. Die betrieblichen Aufwendungen sanken nochmals leicht von 30,3 Mio. Euro auf 30,1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug knapp 6 Mio. Euro nach 4,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2009, der Jahresüberschuss betrug 3,6 nach 2,3 Mio. Euro. Damit beläuft sich das Ergebnis je Aktie (Konzernanteile, unverwässert) auf 0,35 Euro nach 0,24 Euro im Vorjahresquartal.

Das positive Ergebnis der ersten drei Monate 2010 spiegelt sich auch im Cashflow wieder: Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 9,5 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -1,0 Mio. Euro nach -0,5 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Damit belief sich der Free Cashflow von Nemetschek im ersten Quartal 2010 auf knapp 12 Mio. Euro.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2009 erhöhten sich die liquiden Mittel des Nemetschek Konzerns um 11,9 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro. Diesen stehen nur mehr 32,3 Mio. Euro Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Graphisoft-Akquisition gegenüber. 'Damit ist der Konzern seit dem ersten Quartal 2010 netto schuldenfrei', betonte Ernst Homolka, CEO der Nemetschek AG. Die Eigenkapitalquote der Nemetschek AG beträgt 49 Prozent.

Ausblick bekräftigt

'Der Auftakt ins neue Geschäftsjahr ist gelungen, aber es bleibt Vorsicht geboten', sagte Homolka. Die konjunkturelle Entwicklung bleibe mit vielen Fragezeichen behaftet und die Wachstumsaussichten für die wichtigsten Märkte seien verhalten. Das konzernweit geplante Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent sei daher auch aus aktueller Sicht realistisch. Dabei setzte man weiter auf eine Erholung der Lizenzverkäufe vor allem in den ausländischen Märkten.

'Unter dem Strich werden sich steigende Umsatzerlöse auch weiter positiv im Ergebnis auswirken, da die nicht umsatzabhängigen Kosten weitgehend stabil bleiben werden', so Homolka. Zudem werde der Zinsaufwand für den Abbau der Bankverbindlichkeiten aus der Graphisoft-Übernahme kontinuierlich sinken und der Jahresüberschuss folglich weiter steigen.