Nemetschek steigt zu einem führenden BIM 5D-Anbieter auf

  • Zwei strategische Beteiligungen stärken Marktposition im zukunftsträchtigen 5D-Markt
  • Nemetschek setzt sich an die Spitze der digitalen Arbeitsweise im Bauwesen
  • Erweiterung des Lösungsportfolios für den digitalen Planungs- und Bauprozess

München, 10. Juli 2014 – Nemetschek AG (ISIN 0006452907) hat ihre führende Position im internationalen Building Information Modeling (BIM)-Markt weiter gestärkt, einem Markt dem ein durchschnittliches Wachstum von rund 17 Prozent in den nächsten Jahren vorausgesagt wird.

Durch zwei Beteiligungen kann der Softwareanbieter den zukunftsträchtigen BIM 5D-Markt intensiver erschließen. In diesem Markt werden digitale 3D-Planungsmodelle durch die Dimensionen Kosten (4D) und Zeit (5D) ergänzt, was gerade bei der Realisierung komplexer Großprojekte erhebliche Kosten- und Effizienzvorteile von bis zu 25 Prozent der Baukosten ermöglicht.

Nemetschek hat sich gemeinsam mit der Hasso Plattner Ventures und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) an dem Start-up Sablono GmbH beteiligt. Das innovative Unternehmen mit Sitz in Berlin entwickelt und vertreibt Softwarelösungen zur digitalen Planung, Steuerung und Überwachung von Bauprojekten. Mit der Beteiligung erweitert Nemetschek ihre Kompetenz der BIM 3D-Lösungen und der Kostenplanung (BIM 4D) um die wichtige fünfte BIM-Dimension, der modellbasierten Terminplanung. Denn zum Leistungsportfolio von Sablono gehört eine "intelligente" BIM-Terminplanung. Kritische Informationen zu Änderungen werden in Echtzeit allen Projektpartnern zur Verfügung gestellt und digital dokumentiert. Geplante Termine können so mit aktuellen Ist-Daten verglichen und der tatsächliche Fortschritt eines Bauvorhabens im Detail ausgewertet, nachvollzogen und gesteuert werden.

Ferner hat sich Nemetschek mehrheitlich an dem BIM-Spezialisten hartmann technologies GmbH, Berlin, beteiligt. hartmann entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für das gebäudemodellorientierte Arbeiten in der Bauindustrie. Nemetschek deckt bereits heute mit der Bautechniklösung NEVARIS den Prozess von der Kostenplanung sowie Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung (AVA) über die Bauausführung bis hin zum Controlling ab. Durch die Beteiligung wird das Lösungsportfolio um detaillierte Kosten- und Mengenermittlungen erweitert. Die von hartmann entwickelten ice BIM Lösungen können beispielsweise die wichtige Mengenberechnung für Roh- und Ausbau direkt aus dem 3D-Modell ableiten. Durch die Integration mit NEVARIS wird nun ein durchgängiger und transparenter Prozess über alle Bauphasen hinweg gewährleistet.

"Beide Beteiligungen an jungen und innovativen Unternehmen passen optimal zu unserem strategischen Ziel, zum weltweit führenden BIM 5D-Anbieter im AEC-Markt aufzusteigen," so Patrik Heider, CFOO und Vorstandssprecher der Nemetschek AG. "Nemetschek gestaltet diesen Zukunftsmarkt an vorderster Front mit und stellt allen am Bau Beteiligten innovative und ganzheitliche Softwarelösungen zur Verfügung, mit denen sie alle Prozesse hinsichtlich Design, Kosten, Zeit und Qualität ausführen und optimieren können", so Heider weiter.

Langjährige Erfahrung gekoppelt mit innovativem Know-how

Nemetschek setzt bei seiner Wachstumsstrategie für BIM 5D auf junge Unternehmen. Auf diese Weise bündelt die Nemetschek Gruppe ihre langjährige Erfahrung im BIM-Markt mit neuen innovativen Ideen und Ansätzen. Mit den starken 3D CAD-Marken wie Graphisoft, Vectorworks und Allplan hat die Nemetschek Gruppe bereits eine führende internationale Markstellung inne. Durch die Beteiligungen werden nun die marktführenden 3D-Softwarelösungen um die Dimensionen Kosten (4D) und Zeit (5D) erweitert und die Marktpräsenz im vielversprechenden 5D-Markt gestärkt. "Damit bietet Nemetschek als BIM 5D-Anbieter ein innovatives und umfassendes Lösungsportfolio für die integrierte Planung von 3D-Modell, Kosten und Zeit, das im AEC-Markt einmalig ist", fasst Heider zusammen.

Hintergrund: Politik forciert Trend zu BIM 5D nun auch in Deutschland

Studien zeigen, dass die Bauindustrie in der Digitalisierung noch weit hinter anderen Industrien, wie zum Beispiel der Automobilindustrie, liegt. In einigen Ländern wird digitales Bauen bei Großprojekten bereits gesetzlich vorgeschrieben. Auch Deutschland holt auf. Die Bundesregierung will die digitale Planungsmethode BIM zum Standard beim Bau von öffentlichen Bauwerken erheben. Mit einer synchronisierten Datenbasis, auf die alle am Bau Beteiligten zugreifen können, ermöglicht BIM eine effiziente Kosten- und Terminplanung. Dadurch können Risiken früh und präzise ermittelt, Bauzeiten verkürzt und Baukosten erheblich eingespart werden. Anlass für die Aktivitäten aus der Politik waren insbesondere die öffentlich gewordenen erheblichen Kostensteigerungen und Terminverzögerungen bei großen Bauprojekten wie dem Berliner Flughafen oder der Elbphilharmonie in Hamburg.